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Technologiezentrum (Lüntec)

1918 hatte die Steinkohlenzeche "Minister Achenbach IV" ihre Tätigkeit aufgenommen (so genannte Abteufung). 1924 begann die Kohleförderung durch die Inbetriebnahme des Seilfahrt- und Förderschachtes. Die Kohleförderung am Schacht IV lief bis 1968. Danach fand untertage der Kohletransport zur Schachtanlage Achenbach I/II zur Förderung und Verarbeitung statt. Über sieben Jahrzehnte lang wurde von diesem Gelände aus, auf dem sich heute noch die alte Schachthalle und Teile des Förderturms befinden, Steinkohle gefördert. Nach der Beendigung der Seilfahrt am Schacht IV, der Einstellung der betrieblichen Nutzung der Schachtanlage Minister Achenbach IV im Juli 1991 und dem Abbruch des größten Teil des Bergbauareals, gründeten bereits 1991 insgesamt 11 Gesellschafter die LÜNTEC GmbH als Managementgesellschaft für das neu zu schaffende Technologiezentrum. Im September 1991 fasste der Rat der Stadt Lünen den Beschluss zur Wiedernutzung der Schachtanlage Minister Achenbach IV als Technologiezentrum. Im Oktober 1991 gründete sich die LÜNTEC-Technologiezentrum Lünen GmbH.

Nach der Auslobung eines internationalen Ideen- und Realisierungswettbewerbs für die Umnutzung der Schachtanlage zu einem Technologiezentrum und Abschluss des Erbbaurechtsvertrages der Stadt Lünen mit der Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG) für das LÜNTEC-Gebäude, beschloss der Rat 1992 den Umbau von Minister Achenbach IV zu einem Technologiezentrum auf der Grundlage des Entwurfs des 1. Preisträgers des Architektenwettbewerbs (Architektengruppe Weiss, Lünen). Im Januar 1993 wurde der Vertrag über den Bau des Colani-Design-Centrums in einer Public-Private-Partnership zwischen der Stadt Lünen, der Baugesellschaft Kortmann und der LÜNTEC GmbH geschlossen. Schon im März 1993 begannen die Umbauarbeiten am Technologiezentrum, der Erstbezug fand im März 1995 statt. Das von Professor Colani designte Ei, heute "UFO" genannt, wurde im Mai 1995 auf den vormaligen Förderturm aufgesetzt. Im August 2001 konnte dann das neu errichtete Gründerzentrum gegenüber dem UFO fertiggestellt werden. Und so zeugen heute noch die vorhandenen Gebäude sowie das UFO von der Vergangenheit und der Entwicklung des Geländes: Neue Technologien an historischem Standort.

Bereits im Oktober 2001 gab es im LÜNTEC 38 Unternehmen mit rund 140 neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Heute ist das LÜNTEC nicht nur Wahrzeichen der Stadt Lünen und des Ortsteils Brambauer, sondern weit über den Standort hinaus und nicht nur wegen des UFOs bekannt. Im Mai 2014 sind 43 Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern im LÜNTEC angesiedelt. Mit grundsätzlicher Bereitschaft zum Informations- und Erfahrungsaustausch untereinander sowie zur Kooperation mit Forschungseinrichtungen unter Wahrung der einzelnen Mieterinteressen in rechtlicher und wirtschaftlicher Selbständigkeit, arbeiten diese zusammen und sind maßgeblicher Teil der Erfolgsgeschichte des LÜNTEC.

Die Vorteile des LÜNTEC:
• individuell zugeschnittene Mieträume in einem besonderen und grünen Umfeld
• Unterstützung durch Service-Angebote wie Empfang und Telefonzentrale plus Bereitstellung von Kopier- und Faxgeräten und Druckern sowie Catering und Organisation des Reinigungsservices
• kostengünstige Anmietung von Tagungsräumen mit moderner Medien-/Präsentationstechnik
• Ausstellungs- und Präsentationsflächen in industriehistorischem Umfeld
• Expansions- und Veränderungsmöglichkeiten mit flexiblen Vertragslaufzeiten und kostenlosen Parkplätzen

Adresse

Lüntec-Technologiezentrum Lünen GmbH
Am Brambusch 24
44536 Lünen

Web: www.luentec.de