Impressionen 2021

Bernhard Aichner (Gelsenkirchen)

Vor ausverkauftem (coronabedingt leider reduziertem Platzangebot) Haus las der Österreicher Bernhard Aichner im wunderschönen Ambiente des Gelsenkirchener Consol Theaters auf dem Gelände der ehemalige Zeche Consolidation. Im Rahmen des „Mörderischen Intermezzos“ stellte der Bestsellerautor 130 Besucher*innen seine neue Thrillerreihe um Max Bronski vor - in diesem Jahr sind bereits Band 1 und 2, DUNKELKAMMER und GEGENLICHT, erschienen! Doch Bernhard Aichner, „der Mörderweltstar von Tirol“ (WELT), las nicht nur vor, sondern führte charmant und zugleich spannend in die beiden Romane ein, so dass die Neugier auf den dritten Bronski von Minute zu Minute wuchs (erscheint im nächsten Frühjahr). Im Gespräch mit Dr. Herbert Knorr (Mitglied der Festivalleitung), der in einer von Aichner ausgewählten Lese- und Dialogpassage den Max Bronski geben durfte, erzählte er Spannendes aus seinem Leben, etwa, dass er mit neun Jahren Priester werden wollte, weil es sonntags in der Messe stets Wein zu trinken gab. Andere Anekdoten erheiterten das Publikum ebenfalls, etwa, wenn er von seiner Gelsenkirchener Recherche für seinen „Mord am Hellweg“-Kurzkrimi „Zeppelinallee 32a, 45879 Gelsenkirchen“ berichtete, den er für den Band „Jubiläumsmorde“ geschrieben hatte, im zweiten Teil des Abends äußerst eindringlich vortrug und damit den Band zum Kauf empfahl. Höhepunkte vor und nach der Pause also zuhauf, was das Publikum mit viel Beifall begeistert honorierte. Die Krönung war ein satirisches Tiroler Volkslied zum Abschied, das Bernhard Aichner zur Musik vortrug. Warum er jetzt während seiner Lesung auch singt, begründet er so: Weil er einmal in einem Zeitungsartikel „die Helene Fischer des Krimis“ genannt worden war.

Copyright Fotos: Stadtbibliothek Gelsenkirchen / Caroline Seidel (Dipl-Designerin, GE)