Queere Themen und Figuren waren lange eine Randerscheinung in der deutschsprachigen Krimilandschaft. “Mord am Hellweg”, Europas größtes internationales Krimifestival, begegnet dieser Lücke mit einer eigenen Programmlinie: Unter dem Motto “Queer meets Crime” präsentiert das Festival zwei Veranstaltungen, die queere Perspektiven in den Fokus rücken und setzt damit ein klares Zeichen für die Sichtbarkeit queerer Stimmen im Krimigenre.
“Der Pride Month erinnert uns daran, dass Sichtbarkeit und die Akzeptanz von Vielfalt nicht selbstverständlich sind - sondern etwas, für das Menschen gekämpft haben und kämpfen. Wenn queere Lebenswelten auf den Seiten von Kriminalromanen endlich denselben Raum einnehmen wie alle anderen - dann ist das kein Trend, sondern längst überfällige Normalität. Wir freuen uns, diesen Wandel aktiv mitzugestalten”, sagt David Nethen, Co-Festivalleiter von “Mord am Hellweg”.
An zwei aufeinanderfolgenden Abenden präsentiert die 12. Ausgabe von “Mord am Hellweg” die Vielfalt queerer Stimmen im Spannungsgenre:
Am Donnerstag, 29. Oktober 2026 um 19:30 Uhr sprechen im Studio B in Dortmund bei “Queer Meets Crime” Menschen miteinander, die den Wandel hin zu mehr queeren Stimmen zum Teil schon seit Jahrzehnten mitgestalten. Colin Hadler gilt als neuer Star am New-Adult-Suspense-Himmel und bringt mit seinem Roman “Firewatch” eine queere Romance-Thriller-Geschichte auf die Bühne. Mathias Berg aus Köln ist Autor von “Die Kriminalistinnen” und eine feste Größe in der deutschsprachigen queeren Krimiszene. Else Laudan ist Verlegerin der renommierten ariadne-Reihe im Argument-Verlag und Ehren-GLAUSER-Preisträgerin 2026 - eine Pionierin queerer Kriminalliteratur im deutschsprachigen Raum. Moderiert wird der Abend von Miedya Mahmod, Spoken-Word-Artist und Lyriker:in. Im Gespräch geht es um eine Bestandaufnahme der queeren deutschsprachigen Krimiszene, einen Rückblick auf ihre Geschichte und einen Ausblick auf das, was noch kommen kann und sollte. Wo stehen queere Krimis heute? Welche Stimmen fehlen noch? Und wie verändern verschiedene Perspektiven das Genre? Zwischendurch präsentieren Colin Hadler, Mathias Berg und Else Laudan Auszüge aus verschiedenen Werken.
Am Freitag, 30. Oktober 2026 um 19:30 Uhr kommt Colin Hadler dann ins Kommunikations Centrum Ruhr e.V. (KCR) in Dortmund. Im am längsten bestehenden schwul-lesbisch-queeren Zentrum Deutschlands präsentiert er seinen Thriller “Firewatch” als Lesekabarett. In diesem Thriller verbindet Colin Hadler große Emotionen mit nervenzerreißender Spannung: “Firewatch” ist ein perfides Spiel um Tod, Liebe und Vertrauen. Neben einer mitreißenden Lesung erwartet die Besucher:innen eine ungewöhnliche Mischung aus skurrilen Anekdoten aus dem Schreiballtag und ein humorvoller Backstage-Blick. Hadler erzählt von der Recherche zu Entführungen und schief gelaufenen Marketing-Gags. Ein Abend voller Spannung und Humor mit Suspense-Romance vom Feinsten ist garantiert!
Beide Veranstaltungen finden statt in Kooperation mit der Koordinierungsstelle für LSBTIQ* Dortmund, dem KCR Dortmund, SLADO e.V., dem Queeren Netzwerk NRW und der Stadt Dortmund als örtlichem “Mord am Hellweg”-Kooperationspartner.

